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Luftfilteröl und Reinigung

Donnerstag, den 2. Juni 2005

Gerade der Luftfilter ist ein sehr wichtiges Element eines langen Motorlebens.
Ob nun Schaumstoffluftfilter oder diverse Tuningmodelle, ähnlich den K&N Filtern, verwendet werden hängt wohl stark vom jeweiligen Fahrer ab.
In beiden Fällen sollte ein zusätzlicher Überzug verwendet werden, um den groben Schmutz vom eigentlichen Luftfilter fernzuhalten. Dieser darf nicht geölt werden, da der Schmutz sonst daran haften bleibt.

Der Innenfilter oder auch der Drahtkorb bei den K&N Filtern sollten gut mit Luftfilteröl versehen werden. Unsere ersten Tanks haben wir die Innenfilter mit Sprit getränkt, ausgewrungen und so mit dem verbliebenen Öl aus dem Sprit geölt.

Nevs hat dann ein rot eingefärbtes Luftfilteröl gekauft, welches sich gut anwenden lässt, da man die bereits geölten Bereiche durch die Färbung gut erkennt.
Da immer wieder der Tip mit Luftfilteröl aus dem Motorradladen zu lesen ist, habe ich eine Dose “Shell Advance Filter Oil” für Schaumstoffluftfilter im lokalen Motorradladen (Polo) gekauft und natürlich direktausprobiert. Gekostet hat es knappe 6€ für eine 600ml Sprühflasche.
Dazu habe ich den Innenfilter in einem kleinen Gefrierbeutel mit dem Öl eingesprüht und dann gleichmässifg geknetet. Als erstes habe ich die sehr stark klebende Wirkung des Öles festgestellt.
Nach ausreichender Trocknung wurde der Luftfilter zusammengebaut, mit dem Überzug versehen und auf unserer Strecke getestet.
Nach ein paar Tanks habe ich den LuFi dann demontiert, zwischendruch natürlich auch mal kontrolliert, und man konnte die guten Haftungseigenschaften erkennen.
An sich ist das “Oil” also in der Wirkung wirklich gut. Der feine Staub wird nur an der Aussenseite gebunden und wandert maximal ca. 1mm in den Schaumstoff hinein. Bei großzügiger Dosierung wird die Sprühflasche wohl den Motor überleben.

Leider ist die Reinigung nicht mit herkömmlichen Mitteln, wie mit Sprit auswaschen oder Spülmittel möglich. Nach dem Trocknen klebten die Innenfilter immer noch recht stark.
Ein Blick auf die Shell Internetseite, hätte ich ja auch direkt machen können, zeigte, dass zur Reinigung Petroleum oder ähnliches benutzt werden soll.
Ich habe den Innenfilter dann mit Terpentin ausgewaschen und danach noch einmal mit etwas Spülmittel und Wasser.
Also eine recht aufwändieg Reinigungsprozedur, wobei man das mit dem Spüli dann wahrscheinlich nicht mehr braucht.
Nun sah der Innenfilter aber wieder sauber aus und klebte nicht mehr –> Immer GUT TROCKNEN lassen!

Momentan verwende ich reines Rizinusöl, welches wohl auch der Hauptbestandteil in Nevs Öl ist.
Das geht prima, lässt sich einfach mit Spüli und Wasser auswaschen und erfüllt voll seinen Zweck.

Beim Sprit mit Aerosynth3 Öl sollte im Idealfall auch dieses Öl als Luftfilteröl verwendet werden. Nach Aussagen einiger Flieger soll aber auch hier Rizinusöl nicht schädlich wirken (Aerosynth3 soll nicht mit anderen Ölen gemischt werden, um die Schutzeigenschaften nicht zu verschlechtern!).

Ich persönlich habe WD40 in vielen Einsatzbereichen zu schätzen gelernt, aber auf einem Luftfilter hat das nichts zu suchen.


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